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Core-Übungen für Senioren: Sicher, einfach und effektiv

Sanfte Core-Übungen für Senioren: Mehr Balance, aufrechte Haltung und Kraft im Alltag. Im Sitzen, Stehen oder auf der Matte.

Von Ayoub Farid · · 3 Min. Lesezeit

Ein starker Rumpf dient ab 60 nicht mehr dem Ziel eines Sixpacks. Es geht vielmehr darum, mühelos aus dem Sessel aufzustehen, Einkäufe zu tragen, das Gleichgewicht zu halten und den Rücken zu schonen. Fitnessprogramme für ältere Erwachsene zählen in der weltweiten ACSM-Trendumfrage seit fünf Jahren in Folge zu den Top 5 – und die Kräftigung der Körpermitte spielt dabei eine zentrale Rolle.

Sicherheit geht vor

  • Sprich vor Beginn mit deinem Arzt, insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, kürzlichen Operationen, einem Leistenbruch oder Gleichgewichtsstörungen.
  • Bewege dich langsam und gleichmäßig. Halte niemals die Luft an.
  • Brich sofort ab, wenn stechende Schmerzen oder Schwindel auftreten.
  • Nutze einen stabilen Stuhl und trainiere in der Nähe einer Wand oder Küchenplatte, um dich jederzeit festhalten zu können.

Core-Übungen im Sitzen

Knieheben im Sitzen: 10 Wiederholungen pro Seite

Setze dich aufrecht an die vordere Kante eines Stuhls, die Hände stützen seitlich ab. Hebe ein Knie einige Zentimeter an, senke es kontrolliert ab und wechsle die Seite.

Rumpfdrehen im Sitzen: 8 Wiederholungen pro Seite

Verschränke die Arme vor der Brust. Drehe den Oberkörper langsam und kontrolliert nach links und rechts, während das Becken stabil bleibt.

Rückbeuge im Sitzen: 8 Wiederholungen

Sitze aufrecht, lehne dich mit leicht angespannten Bauchmuskeln minimal nach hinten und kehre in die Ausgangsposition zurück. Schon ein kleiner Bewegungsradius genügt.

Core-Übungen im Stehen

Kniehebelauf im Stehen: 30 Sekunden

Halte dich an der Arbeitsplatte fest und marschiere langsam auf der Stelle. Ziehe die Knie kontrolliert nach oben und bleibe aufrecht.

Unterarmstütz an der Wand (Wall Plank): 20 Sekunden

Lege die Hände an die Wand, wandere mit den Füßen ein Stück nach hinten und bilde mit dem Körper eine gerade Linie. Mehr zum Thema Planks.

Seitliches Beinheben: 8 Wiederholungen pro Seite

Halte dich fest und hebe ein Bein zur Seite an, ohne den Oberkörper zur Seite zu kippen. Das trainiert auch die seitlichen Bauchmuskeln.

Bodenübungen (nur wenn das Aufstehen leichtfällt)

  • Beckenheben (Glute Bridge): 10 Wiederholungen
  • Dead Bug (mit Fersentippen): 6 pro Seite (Anleitung)
  • Bird Dog: 6 pro Seite (Anleitung)

Wie oft trainieren?

Drei- bis fünfmal pro Woche für jeweils 10 Minuten. Regelmäßigkeit ist wichtiger als hohe Intensität. Ein Bauchmuskeltraining im Stehen ist eine hervorragende Alternative an Tagen, an denen du nicht auf die Matte möchtest.

Training mit der App

AbBlitz bietet dir ein sanftes Anfängerlevel, Workouts ohne Geräte und 5-Minuten-Einheiten – ideal, um eine beständige Routine aufzubauen. Überspringe einfach jede Bewegung, die sich nicht gut anfühlt, und konzentriere dich auf die Übungen, die dir sicher gelingen.

Ein beispielhafter Wochenplan

TagTraining
MoÜbungen im Sitzen + Kniehebelauf im Stehen
DiSpaziergang
MiÜbungen im Stehen + Wand-Plank
DoSpaziergang
FrBodenübungen (sofern angenehm)
SaSanftes Dehnen
SoPause

Zehn Minuten Rumpftraining an drei Tagen pro Woche, kombiniert mit regelmäßigen Spaziergängen, bilden eine hervorragende Basis für mehr Stabilität im Alltag.

Häufig gestellte Fragen

Sind Unterarmstütze (Planks) für Senioren sicher?

Der Stütz an der Wand oder an einer stabilen Arbeitsplatte ist ein sehr sicherer Einstieg. Ein klassischer Unterarmstütz auf dem Boden ist für viele Senioren geeignet, sobald die Basis-Kraft aufgebaut ist.

Können Rumpfübungen das Gleichgewicht verbessern?

Ja, eine kräftige Körpermitte leistet einen wesentlichen Beitrag zur Balance, insbesondere in Kombination mit gestärkter Beinmuskulatur und gezieltem Gleichgewichtstraining.

Sollten Senioren Crunches machen?

Sanftes, leichtes Anheben des Oberkörpers ist für viele Menschen unbedenklich. Wer unter Osteoporose leidet, sollte jedoch wiederholte Beugungen der Brust- und Lendenwirbelsäule nach vorne vermeiden und vorab ärztlichen Rat einholen.

Wie schnell stellen sich erste Fortschritte ein?

Die meisten spüren bereits nach 3 bis 6 Wochen eine spürbar bessere Stabilität und mehr Kraft im Alltag.

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